title image
Gföhl U7< 100 Fans
News list item creator img

Kronen Zeitung

vor 13 Stunden
ADMIRAL Bundesliga

HEISSE PHASE BEGINNT

Ingolitsch: „Dürfen uns nicht blenden lassen!“

krone Sport

Sechs Teams innerhalb von drei Punkten: Mit einem minimalen Vorsprung startet Titelverteidiger Sturm Graz als Spitzenreiter in den Meister-Showdown der Fußball-Bundesliga. Die Steirer liegen nach der Punkteteilung nur einen Zähler vor Salzburg, dem LASK und der Wiener Austria, auch Rapid und Hartberg sind mit einem Rückstand von drei Punkten vor den letzten zehn Saisonspielen in Schlagdistanz. „Wir dürfen uns nicht blenden lassen“, warnt Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch.


Die Grazer bugsierten sich am Sonntag mit einem souveränen 2:0 gegen den formstarken SCR Altach in die Pole Position für das anstehende Meisterrennen. „Spitzenreiter klingt schon gut“, sagte Sturm-Verteidiger Albert Vallci. In den „zehn Endspielen“ müsse nun das Maximum abgerufen werden, betonte der Winter-Zugang. „Für jede Mannschaft, die oben dabei ist, ist alles drin.“ Los geht es für den Meister der vergangenen beiden Saisonen am Sonntag bei der Austria. Bei den Wienern stellte sich Stephan Helm auf eine „positive Challenge“ ein.

Sturm bewies Heimstärke
Ingolitsch wollte sich nach dem Erfolg gegen seinen Ex-Verein dank der Tore der Youngster Jacob Peter Hödl (19) und Belmin Beganovic (21) nicht von der Ausgangslage beirren lassen. „Mir geht es weniger um den Tabellenplatz, sondern um die Tatsache, dass wir wiederholt zuhause gewinnen und gegen die bis dato formstärkste Mannschaft bestehen konnten“, betonte der 33-Jährige nach dem vierten Heimsieg ohne Gegentor im vierten Heimspiel des Jahres. „Durch diesen Sieg sind wir die formstärkste Mannschaft der Bundesliga.“



Die Kritik auch aufgrund der fehlenden spielerischen Dominanz auf dem Rasen, die laut Ingolitsch „Woche für Woche auf uns einprasselt“, lässt den Coach kalt. „Wir bleiben intern extrem ruhig. Wir schauen auf den Prozess, denken nachhaltig und versuchen, etwas aufzubauen“, sagte Ingolitsch. Er habe schon das Gefühl, dass der Weg „nicht ganz verkehrt“ sei. Aber: „Wir haben echt noch sehr viel Arbeit und das Endprodukt soll schon anders aussehen als derzeit.“

Austria will „Kirche im Dorf lassen“
Der nächste Gegner sammelte aus Ried die drei „Bonuspunkte“ mit. Die Austria zeigte sich beim 2:0 im Innviertel defensiv stabil, profitierte bei der Führung durch Abubakr Barry von ein wenig Spielglück und ließ danach nichts mehr anbrennen. Aleksandar Dragovic entdeckte sogar neue Qualitäten als Torjäger. Der Routinier erinnerte danach an den misslungenen Saisonstart und andere „Nebengeräusche“. Dass es auch Rapid in die Meistergruppe geschafft habe „freut mich“, so der in Derbys stets hoch motivierte Dragovic. Zum nächsten Duell mit Grünweiß kommt es in rund einem Monat (12. April).

Bild: GEPA

Titelansagen kamen aus dem violetten Lager keine. Dragovic wollte „die Kirche im Dorf lassen und nicht große Töne spucken“. In der Vorsaison war die Austria bis zur letzten Runde im Titelrennen, wurde am Ende ein bitter enttäuschter Dritter. Coach Helm wollte mit seinem Team daraus Kraft ziehen. „Dass viele Spieler im letzten Jahr schon dabei waren, sollte uns in dieser Situation helfen.“ In Ried wussten auch Newcomer zu überzeugen. Der 18-jährige Philipp Maybach wusste im zentralen Mittelfeld zu gefallen, der noch ein Jahr jüngere U17-Vizeweltmeister Vasilije Markovic schrammte nach seiner Einwechslung am ersten Torerfolg in der Bundesliga vorbei.

Kribbeln bei titelhungrigem LASK
Nach einem kleinen Zwischentief und drei Partien ohne Sieg tankte der LASK mit einem 3:1-Heimsieg über den WAC den Meistergruppen-Flieger fast voll auf – nur ein Punkt fehlt auf Tabellenführer Sturm. Nach dem Katastrophen-Start in die Saison ist es fast ein kleines Wunder. „Dass wir 30 Punkte in 13 Spielen haben, nehme ich gerne“, meinte Erfolgscoach Dietmar Kühbauer zu seiner Ligabilanz seit der Übernahme Mitte Oktober. Das ist freilich auch der schwächelnden Konkurrenz zu verdanken. „So, in dieser Form, habe ich es noch nie erlebt“, gestand der Trainerroutinier.



Seine Truppe eröffnet am Freitag (19.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Hartberg die zweite Saisonphase, im Cup steht fünf Tage später das Halbfinale in Ried an. So wie im historischen Jahr 1965 winkt das Double. „Jetzt haben wir das Kribbeln. Jetzt müssen wir scharf, kompakt und am Punkt da sein“, betonte Kühbauer. Weiterhin nahm er das Wort Meistertitel nicht in den Mund. „Jede Mannschaft, die unter den ersten Sechs ist, will international spielen. Wir müssen uns schnellstmöglich zusammensetzen und dann reden, wo die Reise hingehen soll und was das Ziel ist.“

Salzburg geht mit Torflaute in Meistergruppe
Salzburg startet mit einem Punkt Rückstand auf Sturm in die Meistergruppe. Zum Auftakt geht es diesmal daheim gleich wieder gegen Rapid – damit bietet sich für die „Bullen“ schon in einer Woche die Chance zur Revanche für eine laut Trainer Daniel Beichler äußerst unglückliche Niederlage. Man habe gegen Rapid „sieben Hochkaräter“ vergeben und sei „aus dem Nichts“ in Rückstand geraten, klagte der Nachfolger von Thomas Letsch. Beichler debütierte zwar mit einem 5:1 beim LASK, danach blieb man aber gegen Hartberg (0:0), im Cup-Semifinale gegen Altach (0:1) und nun auch gegen Rapid ohne Treffer. „Das müssen wir uns ankreiden, daran müssen wir arbeiten“, sagte der Ex-ÖFB-Teamspieler.

Als alarmierend empfindet Beichler die Torflaute aufgrund der Chancenflut gegen Rapid aber nicht. „Ich bin schon ratloser von einem Spiel heimgefahren.“ Trotz der Niederlage in Wien-Hütteldorf soll am Saisonende der erste Meistertitel seit 2023 stehen. „Unsere Zielsetzung ist klar, trotzdem tun wir gut daran, uns aufs Arbeiten zu konzentrieren“, betonte Beichler.


Mehr zu diesem Beitrag gibt es auch auf krone.at

Vorteilswelt

Weitere News

Elf der Runde

Aktuelle Votings & Ergebnisse

Soccer field